Die Ausstellungen in 2025

 

Detlef Funder ist nicht nur bildender Künstler, sondern auch Musikproduzent für experimentelle elektronische Musik, die er unter dem Pseudonym Konrad Kraft komponiert.

Er lebt und arbeitet in Düsseldorf und ist Meisterschüler der freien Akademie der bildenden Künste Essen, wo er Malerei, Grafik und interdisziplinäre Arbeit studierte.

 

In Detlef Funders Objekten malerischer Attitüde führen alle exponierten Kontraste zwischen Außen und Innen, klarer reiner Form und Farbe, zwischen Symmetrie und Asymmetrie, Linie und Fläche, Fläche und Körper, physischer Schwere und formaler Leichtigkeit, opaker und lasierende Farbdichte, Ineinander und Gegeneinander immer wieder auf den Grundkontrast zwischen vorausblickendem Entwurf und unvorhersehbarem Ergebnis zurück. Das unausschaltbare Überraschungsmoment der Wirklichkeit ist gerade in malerischen Arbeiten besonders frappierend, da hier der bewussten Komposition eine tragende Rolle zufällt. Auch im Einfachsten – der Form, der Linie – baut sich Spannung auf.

Text: Manuel Ströhlin

 

 

 

 

Die Ausstellungen in 2024

 

Die Düsseldorfer schwarz-weiß Fotografin Birgitta Thaysen zeigt Arbeiten aus der Serie PASSAGEN, in der Stadt- Ansichten und Räume der Zeit entflohen scheinen. Die großformatigen Fotografien führen ein Eigenleben, scheinen aus einer anderen Zeit, oder Realität zu stammen.

Aber die Künstlerin geht noch einen Schritt weiter, in dem sie ihre Sujets in raumgreifenden Wand-Installationen wieder der Realität übereignet.

 

Birgitta Thaysen nahm 1985 ihr Studium an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Bernd Becher auf und studierte anschließend bei Nan Hoover Video und Performance. 1992 erhielt sie das Ringenberg Stipendium des Kultus-Ministeriums NRW. Seit 1992 arbeitet sie als Fotografin und Medien-Künstlerin. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen gezeigt. Seit 2010 ist sie wiss. Mitarbeiterin und Dozentin an der Hochschule Niederrhein in Krefeld für Fotografie und Film. 2017 hat die Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) sie zum Mitglied berufen und seit 2021 engagiert sie sich ehrenamtlich im Vorstand des vddk1844 - Verein der Düsseldorfer Künstler. 2021 wurde Birgitta Thaysen in die Jury des Deutschen Fotobuchpreis (DFBP) berufen.

 

„Es geht mir in meinen Bildern nicht um Objektivität, sondern um Authentizität. Und das Interessante in der Fotografie ist für mich, dass ich sagen kann, so war es in diesem (einen) Augenblick. Aber wir wissen, dass dieser Augenblick so nicht mehr existiert. Und genau so bin ich auch Chronistin des Alltäglichen, die Strukturen, Zwischenräume und Überlappungen im urbanen Umfeld dokumentiert.“

 

 

 

 

Bei Fünfzehnwochen zeigt die Künstlerin Teresa Linhard Arbeiten aus ihrer Serie „searching for pleasure“. In der Auseinandersetzung mit historischen, europäischen Textilien der 1730er Jahre bedient Teresa Linhard sich pseudochinesischer Szenerien. Collagierend arbeitet sie unter Anwendung textiler Handwerkstechniken mehrdimensional poröse Verkettungen zwischen europäischen und außereuropäischen Formen heraus. In ihrer bildnerisch installativen Praxis greift sie auf transnationale und dekoloniale Diskurse zurück und hinterfragt so den gängigen Formenkanon westlicher Bildkonzepte.

 

Nach dem Studium bei Tomma Abts, Ellen Gallagher und Andreas Schulze schloss Teresa Linhard dieses an der Kunstakademie Düsseldorf im Sommer 2023 als Meisterschülerin von Prof. Peter Piller ab. Im Rahmen ihrer Recherchen zum Pigment Indigo absolvierte sie 2021 ein Praktikum in einer Weberei und Indigofärberei in Chiang Mai, Thailand. Auch verbrachte sie ein Auslandssemester an der University of Fine Arts Vietnam in Hanoi. Ihre Arbeiten wurden in nationalen und internationalen Ausstellungen gezeigt. Zuletzt in der Reihe Mur Brut der Kunsthalle Düsseldorf.

 

 

 

 


-> Uwe Piel

 

 

 


 

 

  Fünfzehnwochen wird gefördert durch