OHRWURM

 Wand/Malerei von

 

 TED GREEN

    

   

Finissage 

Sonntag      17. Mai 26      15 Uhr

 

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NACHT DER KÜNSTE

Samstag      18. April 26      19 - 02 Uhr 

mit KONRAD KRAFT -  Elektronische Klänge

 

So wie der Maler TED GREEN im Projektraum FÜNFZEHNWOCHEN Golzheim die Wände eines Raumes in mehreren Etappen direkt bemalt

und mit sich wiederholenden, rhythmischen Strukturen, sowie der Hierarchie einfacher, sich überlappender Muster komponiert, 

wird das Urgestein der Düsseldorfer Elektro-Szene KONRAD KRAFT seine Komposition zur Ausstellung OHRWURM während der NACHT DER KÜNSTE in ca. stündlichen Etappen erweitern und damit ein einmaliges Zusammenspiel von Malerei und Klängen im Projektraum erschaffen. 

 

Ted Green - Meisterschüler von Markus Lüpertz, 1996 - bemalt im Projektraum Fünfzehnwochen Golzheim die Wände eines Raumes in mehreren Etappen direkt, komponiert sie mit seinen Bildern – Öl, Acryl, Sprayfarbe auf Leinwand und Papier – und erforscht so weiterhin die sich wiederholenden, rhythmischen Strukturen, sowie die Hierarchie einfacher, sich überlappender Muster, welche für ihn die gesamte menschliche Existenz durchdringen.

 

Wie in der frühen dekonstruktivistischen Architektur misstraut Ted Green den gängigen Ausgangspunkten eines Werkschaffens: Intuition, Inspiration, Idee, Fantasie, Spontaneität ... und überlässt dem Zufall - z.B. des Würfelns - erste kompositorische und farbliche Entscheidungen. Damit zwingt sich der Maler, seine allzu menschliche Begrenztheit mit jedem Bild ein Stück zu überwinden - eine weiteres Unerwartbares in den Raum seiner Möglichkeiten aufzunehmen.

 

Seine systematische, malerische Herangehensweise führt zur Visualisierung von Polyrhythmen - zu Anordnungen von mehreren unterschiedlichen gemalten Markierungen. Vorerst werden biomorphe Konturlinien und gegenstandslosen Formen in Intervallen - der visuelle 'Beat' - ausgemessen und anschließend mithilfe selbst erstellter Schablonen in Reihen oder Spalten auf die Bildoberfläche übertragen. Keine der Bilder basieren auf einer vorgefassten Komposition oder gar bestehenden Klangstücken. Es besteht eher ein grobes Spielfeld - die Idee, daß Musik im Allgemeinen aus Repetitionen von akustischen Signalen besteht - und eine Vielzahl selbst formulierter Regeln, in deren Raum der Maler agiert - und die er immer wieder spielerisch bricht, Raum und Regeln ein Stück erweiternd. Denn diesen systematischen Ansatz führt Ted Green auf gestische Weise und allein prozessorientiert aus. Ein bildlicher Widerspruch der ihm als erforschungspflichtig gilt.

 

Den Zufall bezieht der 1963 in Hermosa Beach, Kalifornien, geborene Maler gern durch das Ziehen von Farbnamen aus seiner 'Pigmentlotterie' ein - oder diktiert sich gewisse Malbefehle durch Multiple-Choice-Tabellen oder Würfeln.

 

GEGENLICHT 

Boden/Malerei und Scherenschnitte

von

 

NADJA NAFE

 

 Finissage 

Sonntag     31. Mai 26     11 - 18 Uhr

zur Gerresheimer Kunstmeile 

+ Soundperformance von r.m.r.z.

(Sebastian Wulff) 

+ Gesprächsrunde mit ANKE LOHRER

 

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Nadja Nafe - Meisterschülerin der Kunstakademie Düsseldorf bei Katharina Grosse und Markus Lüpertz - bemalt im Projektraum Fünfzehnwochen Gerresheim den Boden, komponiert ihn mit ihren von der Decke hängenden Scherenschnitten, umfasst diese mit ihren großflächigen Malereien und lässt das tagtäglich wechselnde Licht und die Farben der Umgebung ihre Installation mitgestalten.

Der spezielle Ort von Fünfzehnwochen ist die Grundlage ihrer Arbeit: Proportionen und Maße des Raumes sowie Lichtsituation und Tageszeit spielen ebenso eine Rolle wie die Möglichkeiten der Wahrnehmung der Installation je nach Standort durch die großen Schaufenster zum Apostelplatz. Nie ist die Installation in Gänze erkennbar, immer müssen die Betrachtenden in Bewegung bleiben, damit sie sich ästhetisch und als Gesamtbild erschließt.

 

Das ästhetisch Schöne als Selbstverständlichkeit birgt allerdings die Gefahr der Selbstzufriedenheit. Diesem Zustand will Nadja Nafe in ihrer Arbeit nicht verfallen:

Denn Selbstgefälligkeit lähmt uns im Wesen im Werden – sie lässt uns verkümmern. Es ist der Drang nach Weiterentwicklung, der das Erlangte oder Geschenkte aufzugeben fordert und fruchtbare Prozesse ermöglicht.

 

Wenn die Künstlerin also derart gelungene Elemente in ihren Arbeiten findet, dass sie sich geradezu in sie verlieben könnte, kontrastiert sie diese sogleich, zerstört diese konstruktiv mit neuen Malebenen, neuen Schnitten oder neuer Platzierung: Das Werk soll sich stetig durch kontinuierliche Veränderung weiterentwickeln.

 

Den Verdacht der Stagnation lässt die sich ständig in Licht und Farbe des Außenraums verwandelnde Installation ohnehin nie aufkommen: Die Entschlossenheit ihrer ästhetischen Setzung – im Mit- und Gegeneinander temporärer und dauerhafter Einflüsse - verlangt die gleiche Entschiedenheit beim aktiven Betrachten.

Auf Messers Schneide verlässt die Künstlerin den schönen, jedoch statischen Augenblick, um dem bislang Unerlebten einen Flecken seines Reichtums abzuringen.

  

 

 

Nächster Termin

GERRESHEIM

 

Eröffnung

durch ein Grußwort der Bürgermeisterin

CLARA GERLACH

Sonntag    21. Juni 26    11 Uhr

von

KURVENKANON

Rauminstallation von

UTTA HAGEN

  

 

 

Nächster Termin

GOLZHEIM

 

Eröffnung

durch ein Grußwort der Bezirksbürgermeisterin

ANNETTE KLINKE

Sonntag    14. Juni 26     15 Uhr

von

a beautiful place nearby

Gruppenausstellung kuratiert von

NICOLE OVERSOHL-HEUSINGER

mit

MARIE ALTHÖFER

DANIELA BAUMANN

ULRIKE MÖSCHEL

BEATRICE RICHTER

 

 

 

 


 

 

  Der gemeinnützige Verein Fünfzehnwochen wird gefördert durch: